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<title>Max Weinthal</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Max Weinthal</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p><b>Max Weinthal</b> (* <a href="10._August" title="10. August">10. August</a> <a href="1892" title="1892">1892</a> in <a href="Hamburg-Harburg" title="Hamburg-Harburg">Harburg</a>; † <a href="22._Februar" title="22. Februar">22. Februar</a> <a href="1943" title="1943">1943</a> in <a href="KZ_Auschwitz" title="KZ Auschwitz">Auschwitz</a>) war ein deutscher <a href="Kaufmann" title="Kaufmann">Kaufmann</a> und Opfer des <a href="Holocaust" title="Holocaust">Holocaust</a>. Er besaß eine Papier-Im- und Exportfirma.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Biografie">Biografie</h2></div>
<p>Max Weinthal lebte in Harburg und Hamburg.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Harburg">Harburg</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Deutsches_Kaiserreich">Deutsches Kaiserreich</h4></div>
<p>Weinthal wurde im Jahr 1892 zur Zeit des <a href="Deutsches_Kaiserreich" title="Deutsches Kaiserreich">Deutschen Kaiserreichs</a> in Harburg als <a href="Juden" title="Juden">Jude</a> geboren. Er war das einzige Kind seiner Eltern, von Frida, geborene Mindus (geboren am 22. Juli 1870 in <a href="Schwerin" title="Schwerin">Schwerin</a>, <a href="Suizid" title="Suizid">Suizid</a> am 19. Juli 1942) und Josua Weinthal (geboren am 25. August 1861, gestorben am 1. Juli 1936). Max Weinthals Vater eröffnete nach der Geburt seines Sohnes in Harburg ein <a href="Konfektion" title="Konfektion">Herrenkonfektionshaus</a>. Dieses verkaufte er im Jahr 1912. Im Anschluss an den Verkauf zog die Familie von Harburg nach <a href="Hamburg" title="Hamburg">Hamburg</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Hamburg">Hamburg</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Weimarer_Republik">Weimarer Republik</h4></div>
<p>Den <a href="Erster_Weltkrieg" title="Erster Weltkrieg">Ersten Weltkrieg</a> erlebte Weinthal als <a href="Kriegsfront" title="Kriegsfront">Frontsoldat</a>. <a href="Deutsche_Kriegsversehrte_im_20._Jahrhundert" title="Deutsche Kriegsversehrte im 20. Jahrhundert">Kriegsversehrt</a> kehrte er aus diesem zurück.
</p><p>1920 wurde auf seinen Namen in das <a href="Handelsregister" title="Handelsregister">Handelsregister</a> der <a href="Handelskammer_Hamburg" title="Handelskammer Hamburg">Hamburger Handelskammer</a> eine Papier-Im- und Exportfirma eingetragen. Weinthal heiratete Gertrud Wulf und wurde im Jahr 1923 Vater eines Sohnes. Die Ehe zerbrach und Max Weinthal bereitete es Probleme, den finanziellen Verpflichtungen für seinen Sohn Günther nachzukommen.
1926 übertrug Weinthal seinem Vater die Papier-Im- und Exportfirma. Diese wurde ein Jahr später aus dem Handelsregister gelöscht. Max Weinthal trat in das Unternehmen seines Vaters ein, das dieser in der Weimarer Republik gegründet hatte; eine Lederfärberei. Die Färberei musste Ende der 20er Jahre aus finanziellen Gründen geschlossen werden.
</p><p>Den eigenen und den Lebensunterhalt seiner Familie bestritt Josua Weinthal im Weiteren mithilfe einer finanziellen Unterstützung durch das <i>Wohlfahrtsamt</i>. Auch war er als Vertreter von Firmen tätig. Die zu zahlende Wohnungsmiete konnten Weinthals durch die Aufnahme eines <a href="Untermieter" title="Untermieter">Untermieters</a> senken. Auch der Verkauf von Wertgegenständen aus dem familiären Besitz trug zu einer finanziellen Entlastung bei. Zudem gründete Josua Weinthal mit seinem Sohn ein neues Unternehmen; <i>Weinthal's Wäschebetrieb</i>. Dessen Kunden wurden mit Bettwäsche und Tischdecken beliefert. Zwischenzeitlich starb Günthers Mutter. Nach ihrem Tod zog Weinthals Sohn zu seinem Vater. Damit entfielen die Unterhaltszahlungen. Günther Weinthal machte nach dem <a href="Volksschule" title="Volksschule">Volksschulabschluss</a> eine Lehre als Bäcker.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Nationalsozialismus">Nationalsozialismus</h4></div>
<p>Während der <a href="Zeit_des_Nationalsozialismus" title="Zeit des Nationalsozialismus">Zeit des Nationalsozialismus</a> starb 1936 Josua Weinthal. 1937 wurde Max Weinthal wegen <a href="Rassenschande" title="Rassenschande">Rassenschande</a> inhaftiert. Im Jahr 1938 erfolgte seine Entlassung aus der Haft. <i>Die Vorwürfe</i> hatten sich als <i>haltlos</i> erwiesen, die gegen ihn erhoben worden waren. Weinthals Mutter geriet während der Inhaftierung ihres Sohnes in finanzielle Not. Sie wandte sich deshalb an das <i>Wohlfahrtsamt</i>, nahm einen weiteren Untermieter auf und verkaufte Gegenstände aus ihrem Besitz.
</p><p>Nach dem <a href="Novemberpogrom_1938" class="mw-redirect" title="Novemberpogrom 1938">Novemberpogrom 1938</a> erfolgte zum wiederholten Mal eine Inhaftierung von Max Weinthal. Zwei Wochen musste er im <a href="KZ_Fuhlsb%C3%BCttel#Polizeigefängnis_von_1935_bis_1945" title="KZ Fuhlsbüttel">Polizeigefängnis Fuhlsbüttel</a> verbleiben. Im April 1939 wurde die Frida Weinthal gewährte Unterstützung seitens des <i>Wohlfahrtsamtes</i> gestrichen. Als Frida Weinthal im Sommer 1942 in das <a href="Ghetto_Theresienstadt" title="Ghetto Theresienstadt">Ghetto Theresienstadt</a> <a href="Deportation" title="Deportation">deportiert</a> werden sollte, vergiftete sie sich mit Tabletten. Drei Monate später wurden Max und Günther Weinthal aus unbekannten Gründen inhaftiert. Sie kamen in das Polizeigefängnis Fuhlsbüttel. Von dort aus wurden sie im Januar 1943 nach Auschwitz gebracht. In Auschwitz erfolgte wenige Wochen später ihre Ermordung.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Gedenken">Gedenken</h2></div>
<p>In Harburg wurde ein <a href="Stolperstein" class="mw-redirect" title="Stolperstein">Stolperstein</a> zur Erinnerung an Max Weinthal verlegt. Auch seiner Mutter wird mit einem Stolperstein gedacht. Ebenso gibt es einen Stolperstein, der an Max Weinthals Sohn Günther erinnert.
</p>
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</ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Liste_der_Stolpersteine_in_Hamburg-Harburg" title="Liste der Stolpersteine in Hamburg-Harburg">Liste der Stolpersteine in Hamburg-Harburg</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.stolpersteine-hamburg.de/?MAIN_ID=7&BIO_ID=5199">Klaus Möller: <i>Max Weinthal</i></a>, abgerufen am 2. Dezember 2023.</li></ul>
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Dieser Artikel wurde von <a class="external text" title="Zuletzt bearbeitet am 2025-12-30" href="https://de.wikipedia.org/wiki/?title=Max_Weinthal&oldid=262879265">Wikipedia</a> herausgegeben. Der Text ist unter <a class="external text" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de">Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0</a> verfügbar, sofern nicht anders angegeben. Für die Mediendateien können zusätzliche Bedingungen gelten.
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